Gymnaestrada 2015 in Helsinki

Die TeilnehmerInnen von BS und BL

Vorführung STV - Grossgruppe 35+

Bericht aus Helsinki von Vreni Huber

Teilnehmerinnen aus Baselstadt bei der 55+ Grossgruppenvorführung:

Blättler Georgette, Burkhardt Hanni, Huber Vreni, Obrist Ulrike Siegrist Brigitte alle TV Horburg.
Leuzinger Verena, Menzi Margrit, Oswald Doris alle vom Bürgerturnverein.

Noch ein paar Technische Daten:

1 Tag Instruktionskurs: Hanni, Ulrike und Georgi
20 Abendtrainings zusammen mit 50 Turnerinnen und Turnern von Baselland
3x 1 Tag in Moosseedorf
1x 1 Tag in Bern Wankdorf
1x 1 Tag in Bern Neufeld
1x 1 Tag in Olten (Hauptprobe)
2 Tage Frauenfeld (Training) und Dörflingen (Première)
Und das alles in ca. 18 Monaten

9.Juli: Endlich war er da der 9. Juli, unser Reisetag nach Helsinki. Die Reise führte uns von Basel per Bahn zum Flughafen Kloten, dann via Confiserie Sprüngli mir der Finnair nach Helsinki, wo wir um Mitternacht in unserem Sokos Hotel Presidentti einchecken konnten.

10.Juli: Das Frühstücksbuffet liess keine Wünsche offen, es war schlicht fantastisch. Gut genährt erkundeten wir die Stadt per Bus und Boot. Dazwischen gab es einen herrlichen Salat. Imposant war vor allem die Bootsfahrt um all die kleinen Inseln mit ihren Holzhäusern und den dazu gehörenden Saunahäuschen.

11. Juli: Heute sahen wir die Stadt aus der Perspektive des Trams. Vreni L., Margrit und ich suchetn daraufhin das Schulhaus Arabia Peruscuolu auf, wo wir am Dienstag früh um acht Uhr zu weiteren Proben erwartet wurden. Der Rest shoppte ein wenig und so trafen wir uns wieder zum Nachtessen, das wir immer alle zusammen einnahmen.

12.Juli: Nun war er da, der Tag der Eröffnungsfeier. Am Morgen strömender Regen, aber während dem Einmarsch (800m bis ins Stadion) konnten wir die Regenjacken ausziehen. Imposant der Einmarsch der fast 4000 Schweizern: Alle gekleidet in weisse Turnschuhe, schwarze Hosen, rote Softshell Jen.acken, die allseits geliebten Mützen und ein Rucksack. Es gab Gänsehaut pur beim Einmarsch ins Olympiastaion von Helsinki.Von der Tribüne aus sahen wir eine wirklich gelungene Eröffnungsfeier. Wie abgemacht trafen wir nach der Feier Rosi und Bruno Miesch unsere ersten Schlachtenbummler. Zusammen erlebten wir einen angenehmen Abend bei einem guten Nachtessen.

13.Juli: Wieder ein freier Tag. Nun wr für einige von uns Turnen angesagt. Wir erlebten im Messezentrum Messukeskus sensationelle Darbietungen einerseits von verschiedenen Schweizergruppen, aber auch von anderen Nationen. Das Mittagessen wurde ebenfalls dort serviert, grandios organisiert, alles war immer sauber, es gab überhaupt keine Wartezeiten. Am Abend trafen wir uns mit Bruno und Rosi, sowie Disi Rombach und Yvonne Brun (eingetroffen am Nachmittag) bei uns im Hotel zum spanischen Nachtessen. Dann ging es per Tram zum Eisstadion im Gebiet des Olympiastadions an den Schweizerabend. Der liess keine Wünsche offen, grandios auch da wieder. Also wir Schweizer sind schon eine tolle Turnnation . Um Nachwuchs müssen wir uns definitiv keine Sorgen machen. Einziger Mangel: wir wussten die Namen der jeweiligen Vereine nicht, kein Programm.

14.Juli: Tagwache um 6 Uhr, Abmarsch 6.55 Uhr. Begrüssung und Erklärungen zum Midsummer Special Abend vom Mittwoch um 8 Uhr. Einmarsch proben, dislouieren zum Olympiastadion, mehrmals Einmarsch üben, Mittagessen, bereit stellen für unsere erste Vorführung im Sonerastadion. Nun diese erste Vorführung, ohne vorherige Probe im Stadion, hat begeistert. Es waren zwar viele Leute , nicht wir Basler, nervös und ein wenig gereizt. Aber es hat gepasst. Am Abend gab es beim Nachtessen ein Zusammentreffen mit unserem Kollegen und unseren Kolleginnen von den 35+ aus Baselstadt, selbstverständlich mit Schlummertrunk. An dieser Stelle möchte ich Iris Vallat herzlich für die tolle Betreuung der 55+ Turnerinnen danken.

15.Juli: Nohmals Grosskampftag. Nach einem freien Morgen ging es los mit unserer Vorführung im Sonerastadion, wiederum sehr erfolgreich. Nach einer Stunde Pause gab es einen ganzen Probedurchlauf des Midsummer Special, das erstmalig an einer Gymnaestrada aufgeführt wurde. Schnell etwas Essen und schon wieder hiess es einstehen für die Vorführung. Auch hier wieder Gänsehaut pur beim Einmarsch wie auch beim Turnen im halbgefüllten Stadion, d.h. etwa 20 000 Zuschauer. Wir d.h. 35+ und 55+ zusammen ca. 900 Turnende zeigten einen Teil unserer Vorführungen. Zum Abschluss gab es ein kleines Feuerwerk, das aber weil es immer noch hell war um elf Uhr, nicht so gut zu sehen war.

16. Juli: Und wieder ein freier Tag. Ein gutes Frühstück, und los ging es zur Besichtigung der weltberühmten Felsenkirche. Weiter vergnügten wir uns in der Stadt bei einer der Stadtbühnen am Senats Platz. Wieder wie abgemacht trafen wir Disi und Yvonne. Mittagessen auf dem Markt, ein wenig shoppen auch auf dem Markt, Riesenradfahren und bummeln in der Stadt. Nach einem guten Nachtessen bei einem von unseren Italienern liessen wir den Abend bei einem wohlverdienten Schlummertrunk ausklingen.

17.Juli: Heute Freitag war letzte Gelegenheit den Turnerinnen und Turnern in den Messehallen zuzuschauen. Die Hallen wieder bis auf den letzten Platz gefüllt, vorallem, wenn die Schweizer auftraten. Am Nachmittag, dann unser letzter Auftritt im Sonerastadion. Das Leiterteam (Anne, Helène, Nelly, Maja und Hans) wurden mit einem Wellsgutschein verabschiedet. Also dies Fünf das muss ich sagen, haben grossartiges geleistet. Nach her war individuelles Programm angesagt bis zum gemeinsamen Nachtessen. Ulrike, Georgi, Brigitte und ich genossen in einem herzigen Gartenbeizli ein Glas Wein, sozusagen als Abschluss all unserer Vorführungen.

18.Juli: Für heute war auch wieder individuelles Programm angesagt für den Morgen. Margrit und ich besuchten den Sibeliuspark mit dem berühmten Sibeliusdenkmal. Nach einem Kaffee in einem Knusperhäuschenkaffee mit Gebäck schlenderten wir dem Wasser entlang bevor wir uns auf dem Olympiaturm noch Helsinki von oben betrachteten. Wir trafen uns dann alle Baselbieter und Basler 55+. Unsere Leiterinnen Bea und Brigitte dankten uns für den tollen Einsatz und wir unsererseits bedankten uns fürs mit trainieren auf der Landschaft. Die Schlussfeier an und für sich hat uns abgesehen von einzelnen tollen Nummern leider enttäuscht. Schade. Aber nichts desto trotz wir verschoben uns bei einsetzendem Regen ins Restaurant für ein letztes Nachtessen.

19.Juli: Um 3 Uhr in der früh wurden wir von einem Gymnaestradabus abgeholt. Einchecken, Kaffeetrinken ein wenig warten und schon flogen wir mit der Air Berlin Richtung Zürich. Aus und vorbei. Ein letztes Händeschütteln in Basel ein letztes Dankeschön für die tolle Zeit die wir miteinander vor und während der Gymnaestrada in Helsinki verbringen durften.


Adieu Helsinki........auf Wiedersehen in Dornbirn 2019!!!!!!

Vreni Huber

 

Bericht aus Helsinki von Barbara Wilmering

Kaum war das Eidgenössische Turnfest 2013 in Biel Geschichte, startete im Dezember 2013 der erste Instruktionskurs für die Grossgruppen-Aufführung 35+ an der Gymnaestrada in Helsinki. Iris Vallat und ich nahmen an diesem ganztägigen Kurs in Aarau teil. Ein weiterer Kurs folgte im März 2014. Dort wurde uns die leicht abgeänderte und durch ein „Intro“ erweiterte Choreografie des Auftritts in Biel mit dem „Schlauch“ vermittelt. Dazu kam eine neue Vorführung, die wir „Finale“ nannten und in Helsinki an der „Midnight sun special“ zeigen durften. Wir, sechs Frauen und ein Mann, trainierten dann einmal pro Monat in der Theater-Turnhalle diese drei Choreografien.

Anfangs April gab es das erste Blocktraining in Roggwil, ende April 2014 bekamen wir schon die offiziellen Kleider zur Anprobe. Gleichzeitig wurden auch vom Reisebüro „Kontiki Reisen“ Sonderwünsche für verlängerte Aufenthalte entgegengenommen. Ab Herbst 2014 erhielten wir schon alle Sonderbuchungen bestätigt. Im Dezember 2014 fand nochmals ein Instruktionskurs für Leiter 35+ in Aarau statt. Im neuen Jahr, im März, fand ein Blocktraining in Niederbipp statt, am 2.Mai ein Gesamttraining in Olten, am 31. Mai in Luzern und am 21. Juni in Dörflingen am Kantonalen Turnfest von Schaffhausen.

Am 10. Juli 2015 ging’s dann endlich los. Im Zug zum Flughafen Zürich feierten wir den Start mit einem Cüpli. „Kontiki-Mitarbeiterinnen“ empfingen die grossen Gruppen von Reisenden mit weissen Poloshirts, roten Jacken, schwarzen Trainingshosen und den weissen Schuhen am Flughafen. Unsere gymnestrada 2015 01Reise mit der „Baltic“ über Riga hat planmässig geklappt. Wir kamen um 1:30 in der Nacht in Helsinki an und wurden mit Bussen zur Unterkunft gefahren. Insgesamt mussten gut 4000Turnende aus der Schweiz innert 3 Tagen nach Helsinki transportiert werden! Da unsere Gruppe im Schulhaus übernachtet hatte, dauerte es in der Ankunftsnacht bis um 4Uhr, bis wir endlich auf unseren Schlafmatratzen lagen! Der Samstagmorgen begann gleich hektisch, denn es gab nur bis um 9Uhr Frühstück. Nachdem wir uns mit den Räumlichkeiten, den Duschen und der Hausordnung vertraut gemacht hatten, unseren Batch für Mittagessen, OeV-Karte und Programmheft bekommen hatten, starteten wir zum ersten Stadtbummel. Immer wieder begegneten wir anderen Schweizern, erkennbar an den roten Softshell-Jacken.

 

Das Wetter war sehr schön, etwas kühler als in der Schweiz, wo eine Hitzewelle herrschte. Wir besuchten die bekannten Orte wie der Markt am Hafen, die Tuomiokirkko am Senatsplatz, schlenderten durch die Esplanaden und machten eine Stadtrundfahrt mit dem „Hop on Hop off- Bus“. Anschliessend besuchten wir die Felsenkirche, die Sehenswürdigkeit von Helsinki

Am Sonntag fand dann die grosse Eröffnungsfeier im Olympiastadion statt. Während der langen Wartezeit vor dem Einmarsch kam man mit vielen Leuten ins Gespräch.

Die Eröffnungszeremonie wurde mit einem „Fahnentanz“, Reden und verschiedenen Choreografien von Finnischen Turnerinnen und Turner gestaltet. Danach wurden die 52 teilnehmenden Nationen begrüsst und damit die 15. World Gymnaestrada eröffnet.

Am Montag starteten die Darbietungen auf den Show-Bühnen. Bis am Freitag gab es in acht Hallen im Messezentrum „Messukeskus“ zwischen 9Uhr morgens bis 5Uhr abends gute, sogar sehr gute 20minütige Shows zu sehen. Ein umfassendes Programmheft informierte uns über alles was in dieser Woche wo zu sehen war. Es gab 19 Schweizer Gruppen, die Ihr Können präsentierten. Neben den Vorstellungen in der Halle gab es auch „Stadtbühnen“. Auf drei Plätzen in der Stadt waren Darbietungen von 11Uhr morgens bis 5Uhr abends zu sehen.

Die 20‘000 Turnenden wurden über Mittag im Messezentrum verpflegt. 24 Fassstrassen sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Frühstück gab es jeweils in der Unterkunft.

Am Montagabend sahen wir uns den „Schweizer Abend“ in der Eishalle an. Ein Feuerwerk von turnerischem Können mit Witz und Akrobatik.

Am Dienstag waren wir selber engagiert. Am Morgen stand ein Training für die “Midnight Sun special“ Show im Olympiastadion an, am Nachmittag fand unser erster Auftritt statt. Leider hat nicht alles geklappt, vor allem der Wechsel von der ersten zur zweiten Formation. Einige standen falsch und haben es nicht gemerkt. Etwas frustriert verliessen wir den Platz! Abends trafen wir uns dann mit den Damen der 55+-Gruppe zum Nachtessen.

Am Mittwoch waren wir den ganzen Nachmittag im Olympic Stadion mit Stellproben, und Hauptprobe für den Auftritt am „Midnight sun special“ um 21Uhr beschäftigt. Dieser Auftritt hat dann gut geklappt.

Donnerstag war für uns ein freier Tag, somit hat jeder sein eigenes Programm gestaltet.

Am Freitagnachmittag war nochmals ein Auftritt der Grossgruppen im Sonera-Stadion. Diesmal hat’s perfekt geklappt. Wir hatten bei all unseren Auftritten immer schönes Wetter, manchmal mit Windböen, die unseren Schlauch und das Theraband aus der „Flugbahn“ brachten.

Am Samstagnachmittag fand dann die Schlussfeier statt. Dies war eher enttäuschend, nach all den qualitativ guten Darbietungen, die wir nun eine Woche lang geniessen durften. Danach liessen wir noch gut zwei Stunden von der guten Stimmung im Festzelt mit Finnen, Norwegern und anderen Nationen mitreissen.. Es wurde getanzt und Kleider getauscht mit anderen Nationen, eine Tradition unter Turnerinnen. Männer machen es weniger! So bin ich nun im Besitz eines finnischen Shirts und eines Rucksacks, einer norwegischen Hose und einer portugiesischen Schildmützen.

Die Heimreise, diesmal über Kopenhagen, startete sehr früh am Sonntagmorgen.

Ein paar Zahlen zu diesem Grossanlass:

Gut 20‘000 Teilnehmende Turnerinnen und Turner aus 52 Nationen
Ca.80% Frauen und 20%Männer
3500-4000 Helferinnen und Helfer
Ca. 100‘000 Mahlzeiten wurden in dieser Woche abgegeben
Die nächste Gymnaestrada findet 2019 in Dornbirn statt.


Eine begeisterte Teilnehmerin
Barbara Wilmering Wetter